Lektüre XVI

 

 

"Strogany und die Vermissten" heißt der 1941/42 veröffentliche Kriminalroman von Adam Kuckhoff und Peter Tarin alias Edwin Tietjens. Beide waren Mitglieder des antifaschistischen Untergrundnetzwerkes Rote Kapelle und haben, unbemerkt von den NS-Zensurbehören, regimkritische Passagen in ihren Krimi geschmuggelt. Eine längst überfällige Wiederentdeckung!

Rezension in der Jungle World

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Hans Martin / Flickr

Terrorismus in der Literatur


Die Terroranschläge in Paris, Istanbul, Brüssel und anderswo haben die westliche Welt tief erschüttert. Wie reagiert die Literatur auf die Bedrohung durch gewaltbereite Islamisten? Wie denkt ein Mensch, der bereit ist, für seine Überzeugungen zu töten und zu sterben? Und wie erschütterbar sind unsere moralischen Grundwerte? "Ein Bömbchen hätten sie alle verdient" - Terrorismus in der Literatur" heißt ein Feature, das am 10. Juni 2016 um 19:30 Uhr im Deutschlandradio Kultur läuft - u.a. mit Romanen von Zoë Beck, Christoph Peters und Sherko Fatah. 

 

 

Hart am Rand

 

Neues Altes von Herrn P.: Das neue Jahrtausend hat begonnen, Henry Palmer lebt in der "neuen Mitte" Berlins und hat einen Job als Locationscout angenommen. Zudem wird sein alter Freund Theo aus dem Knast entlassen. Alle Zeichen stehen also auf Neubeginn. Doch der Ärger lässt nicht lange auf sich warten: Theos Vater verschwindet, Henry verliebt sich in eine Prostituierte, lernt einen skurrilen Waffenhändler kennen und landet mitten in einer Lokalfehde zwischen Kneipenwirten und “Tresengangstern” ...
Mit der Neuveröffentlichung von "Hart am Rand" ist die Henry-Palmer-Trilogie nun wieder komplett lieferbar. 

 

 

 

 

 

 

Berlin Crime

 

Berlin sei ein schwieriges Pflaster, hört man Krimi-Verleger immer mal wieder maulen. Krimihauptstadt – Fehlanzeige. Möglicherweise liegt das daran, dass Berliner Krimileser nicht wie Eifelbewohner oder Münsteraner ganz aus dem Häuschen sind, wenn ihre Gegend mal in einem Roman vorkommt. Der Berliner ist daran gewöhnt, seine Stadt in Filmen und Büchern wiederzufinden. Dennoch gibt es sehr schöne Beispiele dafür, wie es Autoren gelang, Berlin krimitauglich in Szene zu setzen. Titelgeschichte im Stadtmagazin Tip.

 

 

 

 

 

 

 

 

Selfpublishing

 

Der Verlag von morgen sei der Selbstverlag, verkündete ausgerechnet der neue Hanser-Verleger Jo Lendle. In der digitalen Welt sei „jeder Autor sein eigener Lektor, Setzer, Gestalter, Booker, Marketingchef ... In die Läden kommt man nun ohne jede Hürde. Nur heißen sie inzwischen Plattformen.“ Das unterscheidet heutige Selfpublisher von den Selbst- oder Autorenverlagen alter Schule, die mit ihren Produkten von den klassischen Verlagen als Konkurrenz kaum wahrgenommen wurden. Im Zeitalter von Kindle und iPad ist es durchaus möglich, mit einem selbst verlegten Buch ein breites Publikum zu erreichen. In den USA stammt bereits ein Drittel aller Titel, die Amazon als E-Book verkauft, von Selfpublishern. Die traditionellen Verlage beobachten den Markt nicht nur, einige haben eigene Selfpublishing-Plattformen gegründet. Das Feature "Selfpublishing - Kein Verlag? Do it yourself!" läuft am 23.10.2015 um 19:30 Uhr im Deutschlandradio Kultur.

 

 

Palmer № 2

 

Mit „Ganzheitlich sterben“ ist nun auch der zweite Teil der Henry-Palmer-Trilogie bei ebooknews press erschienen. Ein Krimi aus einer Zeit, in der noch mit D-Mark bezahlt wurde und am Friedrichshain Wagenburgler statt Townhäusler residierten. Berlin Ende der Neunziger. Und Henry Palmer, der „zu jener stetig wachsenden Randgruppe" gehört, "an der weder Speditionsunternehmen, noch Hausratsversicherer große Freude“ haben, ist mittendrin: im Wandel, im Schlamassel, im Geschehen. Immer noch spannend. Hoffentlich. Und lustig. Irgendwie. Auf jeden Fall: ganzheitlich!  

 

 

 

 

 

 

Mit Henry Palmer in die 90er 

 

„Grimm und Lachmund“, der 1998 zuerst erschienene Beginn der Henry-Palmer-Trilogie, erlebt nun eine erfreuliche Neuauflage bei ebooknews-press - als Taschenbuch und erstmals auch als E-Book. Verleger Ansgar Warner hat dafür extra die Edition ©opy©at©rime ins Leben gerufen, in der in Kürze auch die beiden Folgebände „Ganzheitlich sterben“ sowie „Hart am Rand“ erscheinen werden. Das Wiederlesen der Henry-Palmer-Trilogie war wie eine Zeitreise in die neunziger Jahre. Eine Atmosphäre des Umbruchs, in der etwas noch vorhanden, aber schon im Verschwinden begriffen ist. Auf e-book-news.de gibt es eine schöne Ankündigung mit Video und Interview zur Neuedition von "Grimm und Lachmund" und der gesamten Henry-Palmer-Trilogie

 

 

 

 

 

 

 

Die Ordnung der Dinge

 

Kreatives Chaos auf dem Schreibtisch bei der Arbeit für die Sendung "Die Ordnung der Dinge", in der es um den "täglichen Kampf um ein aufgeräumtes Leben" geht - um stehengelassene Kaffeetassen, Aufräumstrategien und die Kunst, in einer Partnerschaft mit einem unterschiedlichen Ordnungsempfinden umzugehen. 18.06., 10:05 Uhr, SWR2

 

 

Asyl in Pankow

 

Immanuel beginnt bald seine Ausbildung. Arva sucht eine Wohnung. Abdulkadar Asli ist untergetaucht. Die drei sind als Asylbewerber nach Deutschland gekommen, genauer gesagt: nach Berlin Pankow, wo im November 2013 ein neues Flüchtlingsheim in Betrieb genommen wurde. Befürchtete Proteste blieben damals weitestgehend aus, da das Bezirksamt unter dem Motto "Wir in Pankow - tolerant und weltoffen" eine Informationsoffensive aufgelegt hatte, mit der Anwohner von Anfang an für das Projekt gewonnen werden konnten - nicht nur „Politcracks“, wie Martin von der Antifa meint, sondern auch ganz normale Leute „mit Herz und Verstand“. Bei Ankunft der Asylbewerber waren die Lagerräume des Heimes mit Sachspenden prall gefüllt. Ein Unterstützerkreis hatte sich gebildet. Gelegentliche Versuche, Stimmung gegen das Heim zu machen, verebbten bald. Die Bürgerinitiative hingegen hält bis heute an."Asyl in Pankow - Über die Organisation einer Willkommenskultur", Deutschlandfunk, 19.05. um 19:15 Uhr.

 

 

Von Kriegen und Krisen

 

Romanautoren, die ihre Protagonisten an die Brennpunkte der Welt schicken, schielen gewiss nicht auf einen schnellen Bucherfolg. Die Handlungsorte von Bestsellern heißen Lissabon, Venedig, Paris oder Santiago de Compostela. Wer als deutschsprachiger Romanautor seine Geschichte in Afghanistan, Liberia oder Ruanda ansiedelt, will etwas von den Erschütterungen erzählen, denen Menschen dort ausgesetzt sind, von Erfahrungen, die man als Reisender, als Soldat, als Reporter, dort machen kann - Erfahrungen, die aufrütteln, traumatisieren, das Leben grundlegend verändern. Oder er will die Augen öffnen für das Schöne im Anderen, das trotz religiösem Fanatismus, Terroranschlägen und Bürgerkriegen in der Fremde zu finden ist. "Krise kriegen", heißt ein Feature, das am 10.03. um 22:03 Uhr auf SWR2 läuft, in dem es u.a. um Romane von Dirk Kurbjuweit, Lukas Bärfuss und Rainer Merkel gehen wird. 

 

 

Die mittlere Generation Ost


Als Hoffnungsträger und Versuchskaninchen des sozialistischen Experiments entwickelte die mittlere DDR-Generation ein tiefes Misstrauen gegen das, was am Reißbrett der Gesellschaftsplaner als Lebensentwurf für sie Gestalt annahm. In ihrem Buch "Generation Mauer" bescheinigt die Publizistin Ines Geipel den heute Mitte Vierzig- bis Mitte Fünfzigjährigen Analysefähigkeit und Distanz zum Vorgegebenen. Der Mauerfall brachte die lang ersehnte Dynamik ins Leben dieser von Soziologen auch als "glücklich" bezeichneten Generation. Sie hatte schon eine Vergangenheit in der DDR und noch eine Zukunft im vereinten Deutschland. Aber wo stehen die Mauerkinder des Ostens heute? Sind sie wirklich die Gewinner der deutschen Einheit? Autoren der mittleren DDR-Generation wie Gregor Sander, Angelika Klüssendorf und Karsten Krampitz geben in ihren Romanen Auskunft über das, was sie geprägt hat, und darüber, wie sie heute ihr Leben sehen. Das Feature "Woher wir kommen, wer wir sind - Romane über die mittlere Generation Ost" läuft am 31.10. um 19:30 Uhr im Deutschlandradio Kultur.  

 

 

Fremde Leben festhalten

Im Zuge des demografischen Wandels verspüren offenbar immer mehr Menschen das Bedürfnis, ihre Autobiografie schreiben zu lassen, die Erfahrungen und Erlebnisse ihres Lebens vor dem Vergessen zu bewahren. Hilfe erhalten sie dabei von so genannten Autobiografikern – Autoren, die sich auf das Verfassen von Lebensgeschichten spezialisiert haben. In der von der Publizistin Katrin Rohnstock gegründeten Firma Rohnstock Biografien werden spezielle Fertigkeiten vermittelt, um das Erlebte in eine Erzählung umzuwandeln, fremde Leben festzuhalten. Aber wie findet man Worte, die der jeweiligen Person entsprechen? Was sind das für Menschen, die aus ihrer Biografie ein Buch machen wollen? Diesen Fragen geht ein Feature nach, das ich für den SWR geschrieben habe. "Fremde Leben festhalten - Der Beruf des Autobiografikers" läuft am 21.05. um 10:05 auf SWR2.

 

 

 

Jahrgang 1964


Wer 1964 in Deutschland das Licht der Welt erblickte, konnte sich über einen Mangel an gleichaltriger Gesellschaft nicht beklagen. Mehr als 1,3 Millionen Mal hallte Säuglingsgeschrei durch die Kreißsäle in Ost und West. So viele Nachkommen zeugten die Deutschen noch nie und nie wieder. In diesem Jahr werden die Babyboomer fünfzig. Aber wer sind sie, wo stehen sie, was macht sie aus? Welche Ereignisse und Erlebnisse waren wichtig für das politische Denken, Handeln und die Persönlichkeitsentwicklung der 64er? Ein Rückblick mit Angehörigen meines Jahrgangs auf fünfzig Jahre, in denen die Alterspyramide auf den Kopf gestellt wurde, Mauern fielen und Zwillingstürme einstürzten. "Eine politsche (Auto-) Biografie der 64er" läuft am 17.02. um 19:30 Uhr im Deutschlandradio Kultur.

 

 

 

 

 

Die Störung oder Wie Beckett die Maulwürfe vergiftete

lautet der Titel einer Hörspielbearbeitung, die Matthias Baxmann und ich vorgenommen haben. Vorlage war die wunderbare "Tubanovelle" von Rainer Wieczorek, in der ein einsamer Essayist um einen originären Zugang zum Werk Samuel Becketts ringt. Als ein Tubaspieler im Haus gegenüber seine Stücke zu proben anfängt, wird der Essayist zu einem Leidensgenossen Becketts, der in seinem Refugium auf dem Lande unter entsetzlichen Schreibhemmungen litt. Nach dem ersten Schock über die unerwartete Störung beginnt eine Auseinandersetzung mit der Störung im künstlerischen Schaffensprozess. Rainer Wieczoreks ironisch-reflektierende Künstlernovelle wird in der Hörspielbearbeitung zu einem monologischen Kreisen in Gedankenschleifen, zu einem Dialog mit einem Instrument, der Tuba. Auf MDR-Figaro läuft am 8. Dezember um 18 Uhr die Ursendung des Hörspiels.

 

 

 

42 Tage 

 

So lange dauert ein Residenzstipendium, das alljährlich von der Vereinigung der 42er Autoren vergeben wird und mich im Sommer ins brandenburgische Mansfeld (bei Putlitz) führte. Sechs Wochen Romanklausur in der Prignitz - hier ein Bericht.

 

 

 

Lektüre XV

 

 

"Egon Loesers erstaunlicher Mechanismus zur beinahe augenblicklichen Beförderung eines Menschen von Ort zu Ort" heißt der zweite Roman des beinahe unverschämt talentierten, mittlerweile 28jährigen Briten Ned Beauman, in dem es um Teleportion, die 30er Jahre und die treibende Kraft des Begehrens geht.


Rezension im Berliner Stadtmagazin Tip

 

 

 

 

 

 

Das optimierte Leben

Während Google gerade dabei ist, das Project Glass zu starten - sprachgesteuerte, trendige Datenbrillen, die Informationen direkt ins Sichtfeld der Träger einblenden -, ist die Literatur schon einen Schritt weiter. In Benjamin Steins Roman "Replay" wird ein Chip direkt ins Hirn implantiert. Erinnerungen können aufgezeichnet werden, Wissen ist sets und überall abrufbar. In den Romanen von Juli Zeh, Angelika Meier, Benjamin Stein und Birgit Vanderbeke wird der Mensch mittels Medizin und Technik optimiert. Dabei stellt sich die Frage: Was ist Science Fiction und was bereits Realität? Das Feature "Das optimierte Leben - Entwürfe des perfekten Menschen in der Literatur", das ich gemeinsam mit der Literaturwissenschaftlerin und Publizistin Elke Brüns geschrieben habe, läuft am 21.04. um 00:05 im Deutschlandradio Kultur.

 

 

 

 

 

Zwillinge

Ein sehr persönliches Feature läuft am 13.03. um 10:05 Uhr auf SWR2. Es geht um "Das Leben von und mit Zwillingen". Das Zwillingsdasein ist ein Lebensthema. Eltern können Zwillingskinder auf bestimmte Erfahrungen bestenfalls vorbereiten. Sie wissen nicht, was es heißt, mit einem lebenden Spiegelbild aufzuwachsen, vieles miteinander zu teilen oder teilen zu müssen und von der Umwelt als Doppelpack wahrgenommen zu werden. Stimmt es tatsächlich, dass eineiige Zwillinge, auch wenn sie getrennt voneinander aufwachsen, ähnliche Berufe ergreifen, gleiche Vorlieben und Lebensstile entwickeln? Fragen nach Identität und Individualität rufen auch die Wissenschaft auf den Plan. Vor dem Hintergrund steigender Zwillingsgeburten erzähle ich von Erfahrungen und Beobachtungen als Zwillingsvater und lasse Zwillinge, Zwillingseltern und Zwillingsforscher zu Wort kommen. 

 

 

Lektüre XIV

 

Bei Ingvar Ambjørnsens großartigem Roman "Den Oridongo hinauf" gerät man schnell in den Sog der Geschichte - eine rätselhafte Reise auf einem großen Strom.


Rezension im Berliner Stadtmagazin Tip

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lennons Mauer

 

 

 

 

Ein kleiner Text, der mich nach Prag bringen sollte, es aber immerhin auf diese Seite geschafft hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dritte Generation Ostdeutschland

Zur Dritten Generation Ostdeutschland gehören die Geburtsjahrgänge 1975 bis 1985, immerhin 2,4 Mio. Menschen. Die Werte der Elterngeneration haben auch die Wendekinder geprägt, die nach ’89 in einer grundlegend veränderten Gesellschaft groß geworden sind. In dem Feature "Die Dritte Generation Ostdeutschland - Wie aus DDR-Kindern BRD-Bürger wurden", das ich für den RBB geschrieben habe, ist zu hören, wie diese Generation die durch Wende und Wiedervereinigung entstandenen Veränderungen erfahren hat und was sie heute über Herkunft, Identität, Vergangenheit und Zukunft denkt. 
Die Sendung läuft am 6. Oktober um 9:05 zeitgleich im RBB Kulturradio und bei MDR Figaro.
Außerdem gibt es am 1. Oktober um 19:00 Uhr eine öffentliche Premiere im ARD Hauptstadtstudio mit Andrea Hanna Hünniger, Hans-Joachim Maaz, Wolfgang Engler und Johannes Stemmler

 

 

Lektüre XIII

 

"Sunset Park" ist Paul Austers Analyse der Finanzkrise sowie das Porträt einer neuen, nomadisierenden Lost Generation. 


Rezension im Berliner Stadtmagazin Tip

 

 

 

 

 

 

 

 

Lektüre XII

 

"Onno Viets und der Irre vom Kiez" heißt der erste Krimi von Frank Schulz. Viets, ein hanseatische Big Lebowski, nimmt einen Job als Privatdetektiv an und bringt damit nicht nur sich selbst in Schwierigkeien. 

Rezension im Berliner Stadtmagazin Tip

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Literatur und Prekariat

In London liegen die Penner inzwischen quer auf den Gehsteigen, als kleine Hürde für die Passanten im Strom ihrer alltäglichen Verrichtungen, weiß die Schriftstellerin Katharina Hacker zu berichten. Auch hierzulande werden die Verhältnisse prekärer, nicht nur in der Unterschicht, auch unter den hochgebildeten Freiberuflern, die Helmut Kuhn in seinem Roman "Gehwegschäden" beschreibt. Clemens Meyer zeigt, wie man mit Würde am Rand agiert, und schafft dabei romantische Helden, Nachtgestalten wie in amerikanischen B-Movies. Thomas Melle erzählt von krank machenden Arbeitsverhältnissen, die Hippster in "Sickster" verwandeln. Annett Gröschners vielköpfiges Personal in "Walpurgistag" wird aus dem Untergrund vertrieben, von der Gentrifizierung eingeholt und beweist einen erstaunliche Widerstandsgeist. All das und mehr in dem Feature "Meine Armut kotzt mich an - Literatur über das prekäre Leben", das ich gemeinsam mit der Literaturwissenschaftlerin, Journalistin und Bloggerin Elke Brüns geschrieben habe. Deutschlandradio Kultur, 22.Juli, 0:05 Uhr

 

 

Lektüre XI

Der irische Autor Ken Bruen lässt in seinem neuesten Kriminalroman "Jack Taylor auf dem Kreuzweg" seinen nicht gerade vom Glück gesegneten Ermittler eine ganz persönliche Straße des Leidens beschreiten. Dabei beschäftigt den Leser nicht nur die Frage, wer für den Tod eines gekreuzigten Jungen verantwortlich ist, sondern auch, ob Taylor seine lebenserhaltende Abstinenz durchhält. 

Rezension im Berliner Stadtmagazin Tip

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Krähnack

Das Deutschandradio hat mich gebeten, ein paar Schauplätze aus "Das Kreuz von Krähnack" abzuklappern. So waren wir unterwegs in Brandenburg und Mecklenburg, kletterten über das rostige Tor eines ehemaligen Tanklagers der russischen Streitkräfte, beteten mit Mönchen und Nonnen in einem buddhistischen Kloster und begutachteten ein mecklenburgisches Dorf, in dem schon seit über sechzig Jahren schwäbisch gesprochen wird. Die Sendung der Reihe "Deutschlandrundfahrt" läuft am 10.12. um 15:05 Uhr.

 

 

 

(c) Manfred Ortmann

 

Die Brüder Brasch

zum 10. Todestag von Thomas Brasch wird das Feature "Die Brüder Brasch - eine deutsche Geschichte", das ich 2003 fürs Deutschlandradio geschrieben habe, im Kulturradio des RBB wiederholt. Sendezeit: 16. Oktober, 14:04 - 15 Uhr.
Thomas Brasch starb am 3. November 2001 im Alter von 56 Jahren an Herzversagen. Nur wenige Monate zuvor, im Juli 2001, wurde Peter Brasch in seiner Wohnung tot aufgefunden. Thomas und Peter Brasch waren Söhne eines kommunistischen jüdischen Emigrantenpaares, das während der Nazi-Diktatur nach England emigriert war. 1976 reiste Thomas Brasch gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Katharina Thalbach in den Westen aus. Dort erschienen seine viel beachteten Erzählungen „Vor den Vätern sterben die Söhne“. Sein Bruder Peter stellte ebenfalls einen Ausreiseantrag, der jedoch abgelehnt wurde. Weggefährten, Freunde und Verwandte wie die Schauspielerin Katharina Thalbach, die Schwester Marion Brasch und der Schriftsteller Bert Papenfuß erzählen von Peter und Thomas Brasch, von ihrem politischen Engagement, von ihren Hoffnungen und Enttäuschungen - von ihrem Leben, das so eng verknüpft war mit der deutschen Geschichte. 

 

 

 

Die geborgte Erfahrung

 ... ist der Titel eines Features, das ich zusammen mit Carsten Würmann für den SWR geschrieben habe. Es geht um nicht weniger als den „Stoff, aus dem man Bücher macht“. Schriftsteller borgen und entlehnen, wo immer sie etwas bekommen können. Gelegentlich mit Folgen: Die Jungautorin Helene Hegemann hat aus den Erfahrungen des Bloggers Airen einen Roman gemacht und musste sich nicht nur mit Plagiatsvorwürfen auseinandersetzen, sondern auch dafür rechtfertigen, das Leben eines anderen zu einem vermeintlich eigenen gemacht zu haben. In dem Feature wird erzählt, wie Schriftsteller sich fremde Erfahrungen aneignen und welche Konsequenzen das für sie haben kann. Airen, Nora Bossong, Michael Ebmeyer, Thomas Pletzinger und Moritz von Uslar haben uns Einblicke in ihre Schriftstellerwerkstätten gegeben. Außerdem besuchten wir das Deutsche Literaturinstitut in Leipzig und sprachen dort mit Studenten und der Dozentin Sabine Scholl. Sendetermin: 20. September, 22:05 Uhr, SWR 2. Danach wird die Sendung eine Woche lang hier zu hören sein.

 

 

 


Streetwise

Mick Fitzgerald, der mit seiner Story „Der Kreislauf des Geldes“ einen schönen Schlussakkord für die Rock’n’Crime-Stories geliefert hat, ist nicht nur ein wunderbarer Geschichtenerzähler, sondern auch Schauspieler und ein großartiger Singer/Songwriter. Von Letzterem kann man sich auf seiner neuen CD „Streetwise“ überzeugen. 13 Songs, die er gemeinsam mit dem Bacha Trio eingespielt hat. Darin geht es u.a. um Martha, den Stolz von Inchicore, den letzten eisenharten Pub-Balladensänger und eine Uhr, unter der sich in Dublin die Liebenden treffen. In dem Song „Fly“ (hier hörbar) kündigt ein mythischer Ballon am Neujahrsabend des Jahres 1800 ein neues Zeitalter an: "Can you imagine a poor man milking his cows in the middle of nowhere at the start of the 19th century an seeing a large balloon with people in it passing overhead in a clean sky? He would have told nobody and never drank again." (Mick Fitzgerald)
Das Album kann man hier bestellen. Oder einfach per Mail: kasnaujo@gmx.de.

 

 

 

Lektüre X

Als "Erdenwunder schönstes" pries der Dichter Peter Hacks die Mauer. Andere finden weniger euphorische Worte für das Bauwerk, das am 13. August seinen 50. hätte, wenn es nicht seit über zwei Jahrzehnten nur noch als Staub der Geschichte, Straßenschotter oder als Idee in einigen Köpfen existieren würde. Natürlich erscheinen auch Bücher dazu.

Rezension im Berliner Stadtmagazin Tip

 



Rock'n'Crime im Radio

Am 01.04. hat mich Fabian Elsäßer im Deutschlandfunk ("Corso - Kultur nach 3") zu den Rock'n'Crime-Stories interviewt.

 

 

 

 

 

 

  He shot me down

 

Am 15. Februar erschien bei Rotbuch eine von mir herausgegebene Anthologie mit "Rock'n'Crime Stories".
Wunderbare Autoren, die sehr schöne Geschichten über Rockmusik und Verbrechen für diese Sammlung geschrieben haben.
Mit dabei sind Rob Alef, Ingvar Ambjørnsen, Friedrich Ani, Franz Dobler, Michael Ebmeyer, Lucie Flebbe, Mick Fitzgerald, Ralph Gerstenberg, Frank Göhre, Michael Herzig, Andreas Niedermann, Matthias Penzel, André Pilz, Stephan Pörtner, Marion Schwarzwälder, Ambros Waibel

Ein paar Termine gibt es auch schon:
24.02. Buchpremiere mit Michael Ebmeyer und Matthias Penzel, Musik: Acapulco Radio, 20 Uhr, Milchbar, Berlin
18.03. Buchmesselesung und Rotbuch-Party mit Friedrich Ani und Ralph Gerstenberg, Musik: Max Power, 21 Uhr, Flowerpower, Leipzig
20.04. Lesung mit Andreas Niedermann und Ralph Gerstenberg, Musik: The Literats, Special Guests: Puch Cobra, Rote Bar / Volkstheater Wien
22.04. Lesung mit Marion Schwarzwälder und Ralph Gerstenberg, Musik: Almost Charlie, 22 Uhr Kaffee Burger, Berlin
07.05. Lesung micht Stephan Pörtner und Michael Herzig, Musik: The Goodbye Johnnys, 20 Uhr Marsbar, Neufrankengasse 15, Zürich
08.05. Lesung mit Rob Alef und Ralph Gerstenberg, 11:30 Uhr, Vogtland Kartonagen, Buchenstraße 9, Reichenbach (Vogtland)
14.05. Lesung mit Ambros Waibel und Ralph Gerstenberg bei der 13. langen Buchnacht, Musik: Sedlmeir, ca. 20:30 Uhr SO 36, Berlin
31.05. Lesung mit Michael Ebmeyer und Ralph Gerstenberg, Krimibuchhandlung totsicher, Berlin
14.06. Lesung mit Ingvar Ambjørnsen und Kersten Flenter, 20 Uhr, Hafenbahnhof, Große Elbstraße 276, Hamburg
30.06. Lesung mit Stephan Pörtner und Michael Herzig, Musik: The Goodbye Johnnys, 20 Uhr Café Kairo, Dammweg 43, Bern

 

 

 

Lektüre IX



Als "kranke alte Schildkröte" präsentiert sich Michel Houellebecq in seinem neuen Roman "Karte und Gebiet" und beerdigt sich im Kindersarg auf Montparnasse gleich lustvoll selbst.

 Rezension im Berliner Stadtmagazin Tip

 

 

 

 

 

 

 

 

Lektüre VIII

 

"Tschick" von Wolfgang Herrndorf ist eine mitteldeutsche Road-Novel mit minderjährigen Niva-Fahrern, die bei der diesjährigen Leipziger Buchmesse möglicherweise das Rennen macht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lektüre VII

 

Sex, Liebe und Tod - auch Helmut Kraussers neuer Roman "Die letzten schönen Tage" handelt von den wesentlichen Dingen des Lebens.

Rezension im Berliner Stadtmagazin Tip

 

 

 

 

 

 

 

West-Berlin

Zwanzig Jahre nach der Vereinigung erinnere ich in einem Feature für das Deutschlandradio Kultur an das alte Westberlin, die Mauerstadt, Fluchtpunkt für Wehrpflichtige und nahrhafter Boden für Subkulturen. Autoren wie Sven Regener, Michael Wildenhain, Emine Sevgi Özdamar, Johannes Groschupf oder Katja Lange-Müller vermitteln in ihren Büchern etwas vom Westberliner Lebensgefühl der siebziger und achtziger Jahre, als die Kneipen noch verraucht, viele Häuser besetzt und Punk und New Wave aus den Lautsprechern von Tanztempeln wie dem Schöneberger Dschungel dröhnten. West-Berlin erscheint darin als eine Teilstadt mit vielen, durch die Weltpolitik bedingten Ausnahmefällen, in der sich Künstler, Musiker und Schriftsteller tummelten, die glitzerte und glänzte, und doch eng war wie ein Dorf. Am 3. Oktober 1990 verschwand diese Enklave zwischen den Fronten. Heute ist sie ein Ort in den Erinnerungen, die zu Literatur werden.
"Berlin (West) - literarische Erinnerungen an einen verschwundenen Ort", Deutschlandradio Kultur, 03.10. 00:05 Uhr

 

 

Lektüre VI

 

"Rabenliebe" heißt das zurecht doppelt bebachmannpreiste und zuunrecht nur sechsundzwanzigst spiegelbestsellerlistenplatzierte Buch von Peter Wawerzinek, den ich an einem der wärmeren Tage dieses Jahres im Friedrichshain für ein Tip-Porträt treffen durfte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Krimi in der DDR

"Mord unter Genossen - der Krimi in der DDR" heißt ein Feature, das ich gemeinsam mit Carsten Würmann für den Deutschlandfunk geschrieben habe. Darin kommen ehemalige DDR-Krimiautoren wie Jan Eik und Hartmut Mechtel ebenso zu Wort wie der Regisseur Bernd Böhlich, der Filme für DDR-Fernsehserien wie "Polizeiruf 110" und "Der Staatsanwalt hat das Wort" gedreht hat. Ebenfalls im O-Ton: Gabriele Reinhold, Lektorin der legendären DIE-Reihe, in der Gegenwartskrimis in 100 000er Erstauflage erschienen sind, die dennoch immer vergriffen waren. Sendetermin: 16. Februar um 19:15 Uhr.
Pressetext des Deutschlandfunks

 

 

Lektüre V

 

Auf knapp 800 Seiten erzählt James Ellroy in "Blut will fließen", dem  letzten Teil seiner Underworld-Trilogie, von den Leichen im Keller von Uncle Sam und wird dem Titel seines Buches dabei mehr als gerecht.

Rezension im Berliner Stadtmagazin Tip

 

 

 

 

 

 

 

Lektüre IV

 

Auf knapp 500 Seiten erzählt Ulli Lust in ihrem Comic "Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens" die autobiografische Geschichte einer Italienreise in den frühen Achtzigern, die für zwei Punkermädchen zum Selbsterfahrungstrip wird.

Rezension im Berliner Stadtmagazin Tip  

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Rauschen im Blätterwald

 

 ... hat begonnen.

 

Erste Pressestimmen zu "Feuer im Aquarium"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

Pop'n'Crime - Ralph Gerstenberg meets Almost Charlie

... lautet das Motto für eine Lesung aus "Feuer im Aquarium", die am 21. Dezember im Kaffee Burger stattfindet. Dirk Homuth wird mit seiner Band Almost Charlie dazu den passenden Soundtrack liefern. Los geht's um 21 Uhr.

 

 

 

 

Termine

"Feuer im Aquarium" erscheint am 6. Oktober im Grafit Verlag. Erste Lesungstermine in Berlin gibt es auch schon: am 20. Oktober um 20 Uhr in der Krimibuchhandlung totsicher und am 27. November um 20 Uhr 30 im Buchhändlerkeller.

 

 

 

Copyright Bewegung Nurr

 

Bürgergeld

Die FDP hat in den Koalitionsverhandlungen den Begriff "Bürgergeld" benutzt, um Einsparungen bei den Hartz-IV-Bezügen als liberale Erneuerung der Sozialsysteme zu verkaufen. Die Idee eines Bürgergeldes bezieht sich auf ein bedingungsloses Grundeinkommen, das jedem Bürger ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen soll, während die FDP davon spricht, "bei Ablehnung einer zumutbaren Arbeit" Transferleistungen zu kürzen. Deshalb hier nochmal das Kurzfeature "Bürgergeld", das ich für den RBB-Hörstückwettbewerb "Innovationen" produziert habe.

 

 

 

 

Lektüre III

"Slumberland" von Paul Beatty, "Liebestänze" von Rainer Schmidt und "Unter diesem Einfluss" von Henning Kober – drei Romane über Sounds und die Suche nach Identität von 1989 bis heute
Rezension im Berliner Stadtmagazin Tip

 

 

 

Lektüre II

"Kap der Finsternis" heißt ein harter, realitätsnaher Kriminalroman von Roger Smith. Handlungsort ist das heutige Kapstadt. Dunkle Wolken hängen nicht nur über den Townships ...
Rezension im Berliner Stadtmagazin Tip

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lektüre I

In der Rubrik "Lektüre" werden künftig Artikel verlinkt, in denen Bücher gelobt oder getadelt werden - so wie sie es eben verdienen. Beginnen möchte ich mit einem absoluten Lesetipp, dem halbautobiografischen und ganz und gar charmanten Roman von Rayk Wieland "Ich schlage vor, dass wir uns küssen", den ich für die Berliner Zeitung besprochen habe.
Rayk Wieland weilt zur Zeit übrigens in Shanghai und führt von dort aus ein amüsantes und ebenfalls sehr lesenswertes Reiseklagebuch mit dem schönen Titel "Geschanghait in Schanghai - Reisen wider Willen"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Brauseboys

... haben mich eingeladen, auf ihrer allwöchentlichen Lesebühne im schönen Wedding ein paar Songs zu Gehör zu bringen. Zu meiner großen Freude wird auch Dirk Homuth von Almost Charlie mit von der Partie sein. 
Wo und wann?
Im La Luz in den Osramhöfen, Oudenarder Str. 16, 10. September, 20 Uhr 30.

Wochen später: Das Beweisvideo!

 

 

Dicht bei der Unterschicht

... ist der Titel eines neuen Songs, den ich gemeinsam mit Dirk Homuth von Almost Charlie in seinem mit allerlei Instrumentarium ausgestatten Heimstudio aufgenommen habe. "Männerkennerin" heißt ein anderer, für den Dirk neben Ukulele und Bass auch ein wunderschönes altes Harmophon bedient hat. Nachzuhören sind die Stücke auf meiner Myspace-Seite.

 

 

 

 

 

  




 

Mauerfall

Gut drei Monate ist es alt, das Jubiläumsjahr zum Mauerfall. Und schon hat man genug davon. Dabei sollte man nicht vergessen, dass ein paar sehr schöne Bücher erschienen sind, die durchaus neue Sichtweisen auf die damaligen Ereignisse offenbaren - zum Beispiel Rayk Wielands "Ich schlage vor, dass wir uns küssen" oder Julia Schochs "Mit der Geschwindigkeit des Sommers". Differenziertere Erzählweisen treten an die Stelle von Schuldzuweisungen und Täter-Opfer-Schablonen. Eine Auswahl lesenswerter belletristischer Neuerscheinungen zu diesem Thema stelle ich in einem Feature vor, das in der Nacht vom 18. zum 19. April gegen Mitternacht im Deutschlandradio Kultur zu hören sein wird. 

 

 

Krimi im Dritten Reich

Das Feature "Zwischen Unterhaltung und Propaganda - Der Krimi im Dritten Reich", das ich gemeinsam mit Carsten Würmann für den Deutschlandfunk geschrieben habe, wird zweimal bei Radio Bremen - Nordwestradio wiederholt (Sonntag 8. März 2009, 9:05 Uhr und Mittwoch 11. März 2009, 19:05) Aus dem Pressetext:
"Perfekte Blüten, Morde, Autobahnräuber, gestohlene Kunstwerke, internationale Schmugglerbanden: Es gibt kaum ein Verbrechen, mit dem die deutsche Polizei im Krimi des Dritten Reiches nicht zu tun hatte. Doch kein Volksgenosse musste um die allgemeine Sicherheit fürchten: In diesen Krimis ermittelt eine erfolgreiche Kriminalpolizei kollegial im Team, mit modernster Technik, untrüglichem Instinkt und scharfem Verstand. Die meisten Väter und Großväter unserer heutigen Ermittler wirken irritierend vertraut. Die Kommissare lösen ihre Fälle mit Umsicht und Routine, ganz so wie unsere heutigen Serienhelden. Das Feature beschreibt, wie das Genre in der NS-Zeit funktionierte: Zur Unterhaltung und mit Propagandaauftrag und nur ganz selten subversiv erzählte der Krimi in Hunderten von Titeln in Millionenauflage, in Filmen und Hörspielen davon, wie Täter im Unrechtsstaat ihre gerechte Strafe erhielten.

 

 

 

 

 

Wittenberge

Die Bad Wilsnacker Straße im Süden der Stadt fährt durch das ehemalige Industriegebiet. Zwischen dem geschlossenen Ölwerk und der ehemaligen Nähmaschinenfabrik steht eine unbewohnte Backsteinvilla, deren Fenster teilweise offen stehen und auf die stillgelegte Industrielandschaft am Elbufer starren. An der Eingangstür des Hauses hängt ein handgeschriebenes Schild mit der Aufschrift »Wohnung zu vermieten«. Was wie ein Witz klingt, ist durchaus ernst gemeint. Obwohl die beiden unteren Etagen ungeschützt Witterung und Verfall ausgesetzt sind, ist das Dachgeschoss des Hauses modern saniert und ausgebaut worden. Jetzt wartet es auf einen Mieter ...
Mehr über das Leben und überleben in der schrumpfenden Industriestadt Wittenberge am 15. 08. 2008 um 19 Uhr 15 in einem Feature im Deutschlandfunk.